Holz

Da ich viel „Werkzeug“ für meine Handarbeiten brauche, schauen wir mal in die Werkstatt!

Hier gibt es zB. Webbrettchen zum Brettchenweben

Webkämme, zum Kammweben

Nadeln zum Nadelbinden

oder Garnspulen

auch werden Handspindeln gebraucht

und weil man zwischendurch auch hungrig wird, kommen noch Teller und Schüsseln dazu.







Spinnen

Die Geschichte:

Ca. 20.000 v.Ch. stammt eine Knochenfigur einer Frau mit schnürren geflochtener Rock!

Ein Zweig mit Hacken daran war das erste Gerät, das man zum Spinnen benützte. Das war das „Hackenstöchchen“!

Danach löste die Handspindel über Jahrhunderte hinweg das Hackenstöckchen ab.

Zwischen 500 und 1000 n.Ch wurde in China und Indien das erste Spindelrad erfunden und kam um das 13jhd. nach Europa.

Das bis heute bekannteste „Flügelrad“  bekam im 15jhd. einen immer währenden Platz in dieser Handarbeitskunst.

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Nadelbinden

Die Geschichte des Nadelbinden:

Anhand von Funden kann man in Israel um die 6500 v.Ch. und in Dänemark um 4200 v.Ch., Nadelbinden belegen!

Im Hochmittelalter wurde diese Handarbeit durch Stricken verdrängt aber nie ganz vergessen.

Im 21jhd. lebt diese Handarbeit immer mehr auf und wird durch Living Historie immer mehr zur Bekanntheit.

 

Grundlegendes zum Nadelbinden:

Hier ist ein kurzer Überblick über das Nadelbinden.

Ich möchte darauf hinweisen, dass es viele Unterschiede in dieser Handarbeit gegenüber dem Stricken oder Häkeln gibt!

  • Beim Nadelbinden arbeitet man mit „Schlingen“ und einer „Daumenfessel!
  • Wir nehmen keinen ganzen Wollknäul, sondern arbeiten immer nur mit einem Stück Wolle!
  • Da wir keine Maschen beim Nadelbinden benützen, kann uns auch keine „herunter fallen“!
  • Nadelbinden ist eine „Knotentechnik“, will heißen, wenn wir die Daumenfessel loslassen und die Arbeitswolle stramm ziehen, bildet sich ein Knoten den man wieder durch ziehen an der Wolle lösen kann.
  • Beim Nadelbinden arbeitet man ausschließlich mit Wolle die noch Lanolin enthält (Schafwolle)! Da wir immer nur mit Wollstücken arbeiten, müssen wir (wenn die Arbeitswolle zu klein geworden ist) neue Wolle anzwirnen! Mit synthetischer Wolle geht das nicht, da sie kein Lanolin enthält – deshalb soll oder muss es Schafwolle sein!
  • Auch brauchen wir keine verschiedenen Größen von Nadeln, es reicht eine einfache Holz.- Horn.- oder Knochennadel, die gut in der Hand liegt, für alle Wollstärken!
  • Wir können ein nadelgebundenes Stück mit der Schere auseinander schneiden! Die Knotentechnik ermöglicht uns, dass das Nadelgebundene nicht aufgeht. Es muss lediglich die lose Wolle entfernt werden!
  • Auch beim Nadelbinden gibt es zahlreiche Techniken und Sticharten. Es gibt auch eine Technik, die vollkommen ohne Daumenfessel auskommt.
  • Nadelgebundene Werke sind Unikate! Da jeder von uns einen anderen Daumenumfang hat und nicht jeder gleich fest die Schlinge um den Daumen legt, sieht jeder Stich bei jedem anders aus!

 

Der Arbeitsablauf beim Nadelbinden:

Zu allererst legt man sich eine „Nadelbindnadel“ (meist eine Nadel aus Holz, Horn oder Knochen, mit einem großen Öhr) zu recht.

Anfangs ist es von Vorteil, wenn man ca. 3 Armlängen Wolle von dem Schafwollknäul abreist und die Nadelbindnadel durch einem Ende der Wolle einfädelt.

*Nun legt man sich eine Daumenfessel an, die nicht zu locker aber auch nicht zu straff auf dem Nagelbett liegt.

*Mit der (ich nenne sie jetzt einfach mal so) Holznadel fährt man unter der Schlinge, die zwischen Daumen und Zeigefinger liegt,

*dreht die Holznadel danach schräg nach links,

*lässt die Holznadel leicht zwischen Daumen und Zeigefinger fallen,

*die Schlinge die auf dem Daumen liegt schiebt man hoch,

* führt die Holznadel unter der Schlinge die um dem Daumen liegt und die unter dem Arbeitsfaden ist durch

* nun zieht man die Wolle bis zum Ende, dass sich eine neue Daumenfessel bilden kann!

Das war der „Oslo-Stich“.

 

Weben

Geschichte:

Brettchenweben ist eine der ältersten Handarbeiten!

Zur Geschichte ist zu sagen, dass es zu wenige Textilfunde gibt um die genaue Zeit zu nennen wann diese Handarbeit gearbeitet wurde!

Es wurde allerdings ein Brettchen aus Elfenbein aus dem 3 Jahrtausend v.Ch. in Susa entdeckt!

Aus der Hallstatt und  La Tene Zeit wurden einige Fragmente von brettchengewebten Borten gefunden, im Grab des Keltenfürsten von Hochdorf (etwa 520 v.Ch) fand man sie in zahlreicher Menge.

Der mit brettchengewebter Borte umfasste Mantel von Thorsberg (3jhd.n.Ch.) ist wohl eines der bekanntesten Beispiele in der Brettchenweberei!

Von den Römern, Wikingern, Hochmittelalter bis in das Spätmittelalter zieht sich die Brettchenweberei, bis sie durch andere Webtechniken verdrängt wurde!

In Russland und Island starb diese Handarbeit nicht aus, allerding in Mitteleuropa bis 1901  das Buch „Über Brettchenweberei“ von Margarethe Lehmann-Filhles erschien und so die Brettchenweberei wieder neu entdeckt wurde und weiter immer mehr verbreitet wird.

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